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08.06.2026

ES 120 vs. ES 60: Welches Digitalpiano für den Schulalltag?

Ihr Kind beginnt mit dem Klavierunterricht und soll zu Hause üben. Aber ein akustisches Klavier ist keine Option: zu wenig Platz, zu laute Nachbarn. Ein portables Digitalpiano muss her. Bei der Suche stoßen Sie schnell auf zwei Modelle der Kawai ES-Serie. Wir zeigen Ihnen, was die beiden Instrumente unterscheidet und helfen Ihnen bei der Entscheidung, welches die bessere Wahl ist.

Digitalpianos: Die clevere Lösung für zu Hause

Früher war die Sache klar: Wer üben wollte, brauchte ein akustisches Klavier. Dafür musste man Platz schaffen und die Nachbarn vorwarnen. Heute ist das für viele Familien undenkbar. Die Wohnungen sind kleiner und der Lärm eines Klaviers sorgt in Mehrfamilienhäusern schnell für Ärger.

Portable Digitalpianos lösen genau dieses Problem. Sie sind kompakt, lassen sich mit Kopfhörern lautlos spielen und kosten einen Bruchteil eines akustischen Klaviers. Für Schülerinnen und Schüler, die gerade erst anfangen, ist das eine realistische Möglichkeit, täglich zu üben. Und tägliches Üben ist der entscheidende Faktor für den Lernfortschritt, da sind sich Musikpädagogen einig.

Welches Modell hält also, was es verspricht?

Tastatur und Spielgefühl machen den Unterschied

Klavierlehrkraft erklärt einem Jugendlichen im Unterricht den Unterschied zwischen zwei portablen Digitalpianos.
Im Schulalltag zählt vor allem, wie sich ie Tastatur im Unterricht wirklich anfühlt.

Der wichtigste Unterschied liegt nicht im Gehäuse und auch nicht in der Anzahl der Klänge. Entscheidend ist die Tastatur und die Mechanik, die dahintersteckt.

Das ES 120 hat eine Responsive Hammer Compact Tastatur, kurz RHC. Hier ist jede der 88 Tasten mit einem kleinen Hammer verbunden, der für einen echten Widerstand sorgt. Wie bei einem akustischen Klavier sind die tiefen Tasten schwerer gewichtet als die hohen. Fachleute sprechen hier von einer graduierten Hammermechanik.

Das ES 60 ist mit einer Responsive Hammer Lite Mechanik ausgestattet. Diese ist ebenfalls gewichtet und um Längen besser als die Federmechanik günstiger Keyboards. Sie spielt sich allerdings leichtgängiger und reagiert anders auf feine Anschlagsnuancen.

Klavierlehrer wollen ihre Schüler von Anfang an auf das Spielgefühl eines echten Klaviers vorbereiten. Wer monatelang auf einer zu leichten Tastatur übt, entwickelt eine Fingertechnik, die an einem akustischen Klavier nicht funktioniert. Das ist kein theoretisches Problem. Lehrer beobachten das in der Praxis immer wieder.

Für wen ist das ES 60 geeignet, und wo liegen seine Grenzen?

Das ES 60 ist ein solides Piano für den Einstieg. Für Kinder im ersten Unterrichtsjahr ist die Tastatur völlig ausreichend, um die Noten zu lernen. Der Klang stammt vom Shigeru Kawai SK-EX Konzertflügel, die Lautsprecher leisten 2 x 10 Watt und mit nur 11 kg ist das Instrument sehr leicht.

Die Grenzen des Pianos werden deutlich, sobald der Unterricht anspruchsvoller wird. Geht es um die Anschlagsdynamik, also den Unterschied zwischen laut und leise –, stößt die Mechanik an ihre Grenzen. Schüler merken dann, dass das Feedback nicht dem eines akustischen Instruments entspricht. Spätestens hier wird das ES 60 zu eng.

Wann wird das ES 120 zur besseren Wahl?

Nach dem ersten Unterrichtsjahr stehen Dynamikübungen und erste Etüden an. Viele Musikpädagogen raten dann zum Wechsel auf ein Instrument mit gewichtigerer Mechanik. Genau hierfür ist das ES 120 gemacht.

Die Tastatur des ES 120 vermittelt ein Spielgefühl, das einem akustischen Klavier sehr nahekommt. Wer also Prüfungen vorbereitet oder in der Musikschule auf ein akustisches Instrument wechselt, hat es deutlich leichter. Für fortgeschrittene Technik und Dynamik ist das ES 120 die bessere Wahl.

Ein weiterer Vorteil: Das ES 120 hat die aktuellsten Samples des Shigeru Kawai EX Konzertflügels an Bord. Dazu kommen E-Piano- und Streicher-Sounds aus dem größeren ES 520 sowie ein echter Klavierklang. Diese Klangfarben sind im Unterricht ein klarer Vorteil.

Klang: Worauf es im Unterricht ankommt

Wenn zu Hause geübt wird, sind beim Klang zwei Dinge entscheidend: der Kopfhöreranschluss und die Qualität der Lautsprecher.

Beide Modelle haben vorne einen 6,3-mm-Kopfhöreranschluss. Das ist ein Detail, das im Alltag den Unterschied macht: So können Sie auch um 21 Uhr noch üben, ohne die Familie zu stören. Das ES 120 bietet sogar zwei Eingänge, praktisch für den Unterricht, wenn Lehrer und Schüler gleichzeitig zuhören.

Bei den Lautsprechern gibt es einen wichtigen Unterschied: Das ES 60 liefert mit seinen 12-cm-Lautsprechern zweimal zehn Watt. Das ES 120, hat ebenfalls 12-cm-Lautsprecher, aber mit zweimal sieben Watt eine etwas geringere Leistung. Wenn Sie nur mit Kopfhörern üben, ist das egal. Spielen Sie aber oft laut, sollten Sie diesen Punkt bedenken.

Beide Modelle haben einen entscheidenden Vorteil: Sie verstimmen sich nicht. Ein akustisches Klavier muss regelmäßig gestimmt werden, ein Digitalpiano klingt immer perfekt. Das ist gerade für Schüler und das Gehörtraining enorm wichtig, denn so prägt sich die richtige Tonhöhe ein.

Aufbau und Transport: Wie mobil sind die Pianos?

Beide Pianos sind für den mobilen Einsatz gedacht. Das ES 60 wiegt nur 11 kg, das ES 120 ist mit 12,5 kg etwas schwerer. Der Unterschied klingt gering, macht sich aber bemerkbar, wenn Sie das Instrument regelmäßig zur Musikschule transportieren.

Einen Standfuß müssen Sie extra kaufen, er ist bei keinem der beiden Modelle dabei. Für das ES 60 gibt es den HML-3-Ständer als Zubehör, für das ES 120 den HML-2. Soll das Instrument dauerhaft im Kinderzimmer stehen, planen Sie den Ständer mit ein. Ansonsten lässt es sich auch einfach auf einem Tisch spielen.

Die Maße sind kompakt. Das ES 120 misst 130,5 x 28 x 15 cm, das ES 60 ist mit 129,5 x 26 x 15 cm kaum kleiner. Beide passen daher problemlos in ein normales Kinderzimmer und lassen sich bei Nichtgebrauch einfach in einer Ecke verstauen.

Wenn Sie das Instrument zur Musikschule transportieren, sollten Sie es gut schützen. Dafür gibt es das passende SC-2 Softcase aus dem Zubehör für 99 Euro.

Bluetooth und Apps: Sinnvolle Lernhilfe oder nur Ablenkung?

Ein entscheidender Unterschied zwischen den Modellen ist die Bluetooth-Funktion. Nur das ES 120 hat Bluetooth MIDI und Bluetooth Audio, das ES 60 verzichtet darauf.

Mit Bluetooth MIDI verbinden Sie das Instrument kabellos mit Ihrem Tablet oder Smartphone. So nutzen Sie Apps wie die Kawai PianoRemote oder den PiaBookPlayer. Der PiaBookPlayer bietet Schülern Zugriff auf über 500 Übungsstücke, die Noten dazu erscheinen direkt auf dem Bildschirm. Das ES 60 unterstützt diese Apps ebenfalls, allerdings nur per USB-Kabel.

Ob Bluetooth für Schüler sinnvoll ist, hängt vom Alter und der Disziplin ab. Bei Kindern unter zehn Jahren lenkt ein Tablet oft mehr ab, als es beim Lernen hilft. Ältere Schüler, die gezielt mit Übungs-Apps arbeiten, profitieren von der kabellosen Verbindung. Klavierlehrer, die Apps in den Unterricht integrieren, raten in diesen Fällen klar zum ES 120.

Arbeitet ein fortgeschrittener Schüler regelmäßig mit digitalen Noten und Übungs-Apps? Dann ist das ES 120 mit Bluetooth MIDI die Lösung. Die Verbindung zu den Apps funktioniert einfach kabellos, ganz ohne lästige Kabel.

ES 120 mit Bluetooth: Jetzt selbst ausprobieren

Sie sind unsicher, welches Modell für Ihr Kind das richtige ist? Kommen Sie in unseren Flagship Store in Hamburg und probieren Sie beide Instrumente aus.

Worauf Sie als Eltern vor dem Kauf achten sollten

Schauen wir auf den Preis: Das ES 60 kostet 399 Euro, das ES 120 liegt bei 649 Euro. Das macht einen Unterschied von 250 Euro, eine Summe, die eine Überlegung wert ist.

Denken Sie langfristig. Wenn Sie ein Instrument kaufen, das den Fähigkeiten Ihres Kindes nach einem Jahr nicht mehr gerecht wird, zahlen Sie am Ende drauf. Besser ist es, von Anfang an das langlebigere Modell zu wählen. Holen Sie sich Rat vom Klavierlehrer. Er oder sie kann einschätzen, wie schnell Ihr Kind Fortschritte macht. Dieses kurze Gespräch vor dem Kauf spart bares Geld.

Sie sind unsicher, ob Ihr Kind dabeibleibt? Dann ist Mieten eine gute Alternative. Bei Kawai Hamburg gibt es Mietoptionen schon ab 29 Euro pro Monat. Wenn Sie sich später für den Kauf entscheiden, werden bis zu zwölf Monatsmieten auf den Kaufpreis angerechnet. So minimieren Sie Ihr finanzielles Risiko.

Sie möchten die Instrumente vor dem Kauf sehen und ausprobieren? Dann besuchen Sie den Flagship Store von Kawai Hamburg. Dort können Sie beide Modelle direkt miteinander vergleichen und in aller Ruhe testen.

Mietinfo: Bei Kawai Hamburg können Digitalpianos ab 29 Euro pro Monat gemietet werden. Bis zu 12 Monatsmieten werden beim Kauf vollständig angerechnet. Die Mindestmietzeit beträgt 6 Monate.

ES 120 oder ES 60: Welches Keyboard für den Unterricht?

Für absolute Anfänger im ersten Unterrichtsjahr ist das ES 60 ein solides Instrument. Es klingt gut, lässt sich leicht transportieren und kostet wenig. Wer noch nicht weiß, wie ernst das Kind den Unterricht nimmt, fährt damit nicht falsch.

Wenn Ihr Kind ernsthaft Klavier lernen möchte, ist das ES 120 die bessere, langfristige Investition. Die Tastaturmechanik fühlt sich realistischer an und die Bluetooth-Verbindung eröffnet neue Möglichkeiten. Das Instrument wächst dank des erweiterten Klangumfangs mit dem Lernfortschritt mit. Sie sind sich unsicher? Im Flagship Store von Kawai Hamburg berät Sie der Hersteller direkt und persönlich.

ES 120 und ES 60: Ihre Fragen aus dem Schulalltag

Brauche ich zum Üben zu Hause zwingend Kopfhörer?

Ein Kopfhörer ist zwar nicht zwingend nötig, aber wir raten dazu. Beide Modelle haben eingebaute Lautsprecher. Gerade wenn Sie abends spielen oder in einer hellhörigen Wohnung leben, üben Sie mit Kopfhörern einfach entspannter. Das ES 120 bietet zwei Kopfhöreranschlüsse, das ES 60 einen.

Gehört ein Ständer zum Lieferumfang?

Nein, bei keinem der beiden Modelle. Das ES 60 wird mit einem einfachen F-1SP-Pedal geliefert, ein Standfuß ist als optionales Zubehör erhältlich. Für dauerhaften Einsatz zuhause empfiehlt sich der Kauf eines Ständers dazu.

Spürt ein Kind den Unterschied zwischen den beiden Tastaturen?

Anfangs merken Kinder im Grundschulalter den Unterschied kaum. Relevant wird es nach einigen Monaten, wenn im Unterricht die Anschlagsdynamik eine Rolle spielt. Klavierlehrer empfehlen deshalb das ES 120, weil die schwerere Mechanik die Fingertechnik besser auf ein akustisches Klavier vorbereitet.

Ist das ES 120 den Aufpreis wirklich wert?

Ja, wenn Ihr Kind ernsthaft dabei bleiben will. Die bessere Tastatur und die Bluetooth-Verbindung sind im Alltag echte Vorteile. Über die App bekommen Sie außerdem Zugang zu mehr als 500 Übungsstücken. Wer nur mal schnuppern möchte, kann mit dem ES 60 starten.

Kann ich das Klavier mit in die Musikschule nehmen?

Ja, dafür sind beide Modelle gedacht. Das ES 60 wiegt 11 kg, das ES 120 12,5 kg. Mit einem passenden Softcase lässt sich das Instrument also gut transportieren. Wenn Sie es regelmäßig mitnehmen, empfehle ich das SC-2 Softcase aus dem Zubehör.

Welche Apps kann ich mit den Pianos nutzen?

Sie können auf beiden Pianos die Kawai PianoRemote App und den PiaBookPlayer nutzen. Der Unterschied: Das ES 120 verbindet sich kabellos über Bluetooth MIDI, das ES 60 braucht ein USB-Kabel. Die Apps sind für iOS und Android erhältlich und bieten Ihnen Übungsstücke und eine Notenansicht.

Quellen

ES 120 mit Bluetooth: Jetzt selbst ausprobieren

Sie sind unsicher, welches Modell für Ihr Kind das richtige ist? Kommen Sie in unseren Flagship Store in Hamburg und probieren Sie beide Instrumente aus.

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